In Mexiko-Stadt produzierten die Schülerinnen und Schüler vom Campus Süd im Rahmen eines Musikworkshops den Song „Erinnern statt vergessen“. Während eines Konzerts im örtlichen Goethe-Institut wurde das Lied dann zum ersten Mal einem Publikum präsentiert.

Ein Bericht von den Schülerinnen und Schülern des Colegio Alemán Alexander von Humboldt in Mexiko-Stadt.

Musikworkshop an unserer Schule

Der Sänger und Lehrer Tom Currao aus Berlin ist nach Mexiko-Stadt gereist und hat mit uns zwei Tage lang im Rahmen eines Musikworkshops gearbeitet. Eine spannende Zeit.

In dem Workshop haben wir gemeinsam unseren eigenen Projektsong komponiert: „Erinnern statt Vergessen“. Der Workshop hat uns die Möglichkeit geboten, über Themen zu reflektieren, die wir bereits seit September 2019 im Projekt bearbeitet haben. Mit Hilfe von Positiv-Beispielen von Biographien aus der Geschichte wie z.B. Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und den mexikanischen Freiheitskämpferinnen und Freiheitskämpfern sammelten wir Ideen, Gedanken und Impulse, die wir mit der Gegenwart verknüpfen wollten. Unser Projektsong soll dazu einladen, nachzudenken, zu hinterfragen und anders zu erinnern.

Am zweiten Tag des Workshops ging es in die konkrete Umsetzung. Wir haben verschiedene Rhythmen und Melodien ausprobiert und Tom hat uns erklärt, dass es viele Wege gibt, um ein Lied zu komponieren. Entweder kommt zuerst die Melodie und dann der Text oder anders herum.  Es war eine große Herausforderung, passende Begriffe zu finden und diese mit ihren Antonymen zu verbinden. Am Ende ist ein gemeinsames Produkt entstanden.

Konzert im Goethe-Institut

Am 07. Februar fand im Goethe-Institut Mexiko-Stadt ein Konzert statt. Seit Tagen schon waren wir sehr aufgeregt. Denn im Rahmen dieses Konzertes durften wir den Projektsong zum ersten Mal vor Publikum präsentieren. Das Goethe-Institut hat uns die Räumlichkeiten und die gesamte Technik frei zur Verfügung gestellt. Zu Beginn hat Tom Currao ein paar eigene Lieder vorgetragen, um das Publikum mit unserem Thema vertraut zu machen. Das Konzert war interaktiv und man konnte sich jederzeit zu den Liedern äußern und auch mitmachen. Insgesamt waren 120 Personen im Auditorium des Goethe-Institutes. Viele Studierende aus der Nationalen Universität von Mexiko (UNAM) waren auch anwesend. Am Ende waren wir alle sehr stolz, so viele Menschen erreicht zu haben.

Tonstudio in Berlin

Ein weiterer Höhepunkt war, dass wir den Projektsong in einem Ton-Studio in Berlin während unserer Projektfahrt aufnehmen durften. Wir haben es hier verlinkt und wünschen Euch viel Spaß beim Anhören.


Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Wettbewerbs „Erinnern für die Gegenwart“. Deutsche Auslandsschulen und Deutsch-Profil-Schulen setzen sich mit ihrer Schulgeschichte und dem historischen Umfeld der Schule auseinander. Wie hat man sich verhalten gegenüber Kolonialismus, Nationalsozialismus, Diktatur oder Menschenfeindlichkeit? Ziel ist, Erinnerungskultur, Toleranz und Demokratieverständnis zu stärken und auch auf heutige Formen der Diskriminierung aufmerksam zu machen. Schülerinnen und Schüler sind an der Projektentwicklung zentral beteiligt.

„Erinnern für die Gegenwart“ ist eine Initiative von Bundesaußenminister Heiko Maas und wird umgesetzt von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

Kategorien: Allgemein

1 Kommentar

Bere Sanabria · 25. März 2020 um 17:03

Hermosísimo! „Cantemos juntos, para
nunca olvidar“ En esta época en la que debemos aprender a estar juntos mientras que estamos separados. Gracias.

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