Die Projektarbeit in den turbulenten Zeiten der Corona-Pandemie ist nicht einfach. Die Schülerinnen und Schüler aus Mexiko lassen sich aber nicht aufhalten und richten sich mit einer kleinen Botschaft zum Mut machen an alle weiteren Projekte.

Ein Bericht aus Mexiko-Stadt (Campus-Süd) und Berlin:

Seit dem 17. März 2020 ist unsere Schule in Mexiko-Stadt geschlossen. Nicht nur unsere Schule ist von diesen Maßnahmen betroffen, sondern auch alle anderen in Mexiko. Das passierte alles auf einmal und sehr schnell. Das letzte Wochenende vor der Schulschließung war noch ein verlängertes Wochenende. Viele von uns waren verreist und unterwegs und die Nachricht erreichte uns am Urlaubsort oder auf dem Weg nach Hause.

Vielen von euch wird es genauso ergangen sein. Anfangs wollten wir die Arbeit am Projekt einstellen und abwarten, wie sich die Lage entwickeln wird. Im Februar waren wir noch eine Woche lang in Berlin und haben zusammen mit den Schülerinnen und Schülern aus Berlin an unserem Projektthema gearbeitet. Es war sehr spannend. Kurz danach hat sich die Welt und unser Leben unvorstellbar verändert. Seit nunmehr zwei Wochen sind wir zuhause. Die meisten von euch wahrscheinlich auch. Normalerweise treffen wir uns als Projektgruppe einmal pro Woche in der Schule.  

Es geht weiter!

Nach dem großen Schock und der anfänglichen Ratlosigkeit wollten wir aber nicht aufgeben. Wir haben in den letzten Monaten sehr viel geleistet und hatten richtig viel Spaß dabei. Deshalb haben wir uns entschieden, weiterzumachen, weiterzuarbeiten und weiter zusammen Spaß zu haben. Bereits am 19. März haben wir mit unseren Lehrern eine Video-Konferenz über Zoom durchgeführt und einen neuen Plan für die kommenden Wochen erstellt.

Einige unserer Projektvorhaben sind noch offen: die Fotoausstellung, der Berlin-Blog und die Fertigstellung unserer eigenen Homepage. Das lässt sich alles aus dem Homeoffice erledigen. Unser wöchentliches Treffen findet jetzt per Video-Konferenz statt und am 26. März haben alle deutsch-mexikanischen Schülerinnen und Schüler gezoomt. Die Technologie macht es möglich!

Wir schreiben euch das alles, weil wir euch Mut machen wollen. Arbeitet an euren tollen Projekten weiter. Auch in diesen Zeiten, die einfach anders sind. Nutzt die digitalen Möglichkeiten wie z.B. Zoom, Whatsapp, Googledrive u.v.a.m.

Macht weiter und bleibt alle gesund.

Projektgruppe aus Mexiko-Stadt (Campus-Süd) und Berlin


Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Wettbewerbs „Erinnern für die Gegenwart“. Deutsche Auslandsschulen und Deutsch-Profil-Schulen setzen sich mit ihrer Schulgeschichte und dem historischen Umfeld der Schule auseinander. Wie hat man sich verhalten gegenüber Kolonialismus, Nationalsozialismus, Diktatur oder Menschenfeindlichkeit? Ziel ist, Erinnerungskultur, Toleranz und Demokratieverständnis zu stärken und auch auf heutige Formen der Diskriminierung aufmerksam zu machen. Schülerinnen und Schüler sind an der Projektentwicklung zentral beteiligt.

„Erinnern für die Gegenwart“ ist eine Initiative von Bundesaußenminister Heiko Maas und wird umgesetzt von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

Kategorien: Mexiko

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