Nach einer verlängerten Projektphase war es nun Ende Oktober für die am Wettbewerb „Erinnern für die Gegenwart“ teilnehmenden Schulen soweit, ein Ergebnis ihrer bisherigen Arbeit zu präsentieren. Während die Jury gerade noch die eingereichten Bücher und Berichte liest, Dokumentationsfilme schaut und sich durch Websites klickt, wollen wir schon mal einen kleinen Einblick in die hervorragenden Leistungen liefern.

Dieses Jahr fordert in vielen Bereichen ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Kaum etwas konnte nach Plan durchgeführt werden. Egal ob reine Geselligkeit, Veranstaltungen, Arbeit oder der Schulbetrieb – sich auf die geänderten Umstände einzustellen, denen man Pandemie-bedingt ausgesetzt ist, war und ist nicht einfach.

Die Teilnahme an dem Wettbewerb „Erinnern für die Gegenwart“ zeichnete sich daher als eine wirkliche Herausforderung für die beteiligten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulen ab. Doch auch trotz Lockdowns, Ausgangsperren, Digitalisierung des Unterrichts und Prüfungsstress, hat die große Mehrheit der Projektgruppen die nötige Motivation und Kreativität gefunden, ihr Projekt unter den veränderten Bedingen fortzuführen und abzuschließen. Eine enorme Leistung!

Von ursprünglich 58 geförderten Projekten haben insgesamt 47 der Jury Anfang November ein Zwischen- oder Endergebnis vorgelegt. Auf der anderen Seite mussten leider sieben Schulen aus dem Wettbewerb zurücktreten und bei vier Projekten hat es bis zur Einreichfrist leider zu keinem vorzeigbaren Zwischenergebnis gereicht. Dennoch arbeiten auch diese vier Schulen weiter an einem erfolgreichen Projektabschluss außerhalb der Wettbewerbswertung.

Die Jury steht nun vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen sehr guten Projektbeiträgen drei besonders herausragende auszuwählen. Die Preisträger werden dann im nächsten Jahr durch Außenminister Heiko Maas geehrt.

Auf der Website von Erinnern für die Gegenwart werden alle Ergebnisse und Beiträge zu gegebener Zeit geteilt und veröffentlicht.

Nachfolgend ein erster kleiner Auszug von fünf Projekten rund um den Globus, der die Vielfalt der Projekte widerspiegelt.


Europa: Die Oral Hostory AG der Deutschen Schule Madrid hat sich mit der Frage „Wie haben unsere ehemaligen Schüler die Franco-Dikatur und die Zeit des Übergangs zur Demokratie erlebt?“ auseinandergesetzt. Die Ergebnisse des Projektteams wurden in einer umfangreichen Web-Präsentation zusammengetragen.

Hier geht es zur Präsentation.


Nordamerika: Die German International School New York (GISNY) hat ein Buch geschaffen, das die persönlichen Geschichten von sieben Holocaust-Überlebenden einfängt. Ergänzt durch historische Fakten und bilingual aufbereitet, ist dieses Buch hervorragend für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 9 geeignet.

Projektleiterin Julia Collins mit einem ersten druckfrischem Exemplar des Buches „Das Wunder des Überlebens/ We lives on Miracles“ ©GISNY

Südamerika: In Brasilien untersucht und hinterfragt die Deutsche Schule Rio de Janeiro (Escola Alemã Corcovado -EAC) die Rolle und Haltung der Schule in Bezug auf verschiedene gesellschaftspolitische Themen. Die Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler sowohl in einer Zeitung festgehalten als auch in folgendem Videoclip.


Afrika: Ein E-Book aus Ägypten nimmt uns mit auf „Eine Zeitreise an der Deutschen Schule der Borromäerinnen Alexandria“.


Asien: Historische Zeitungen der Projektgruppen der Deutschen Schule Shanghai Hongqiao spiegeln die intensive Recherche und Reflexion zu Themen wie der Kolonie Kiautschou, den Boxeraufstand, der Deutschen Gouvernementsschule Tsingtao, der Kaiser-Wilhelm-Schule Shanghai und der heutigen Schule wider.

Kategorien: Allgemein

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